Domain-Ramsch-Ware
Dienstag, Juli 4th, 2006“Folgende Domains gebe ich besonders günstig ab, da Kapital für ein neues Projekt gebraucht wird:
- Vollverarscht.de (Funseite & co.) = 15,00 Euro
- Serviettenhalter.com (5400 Overture DE ) = 10,00 Euro
- […] = 15,00 Euro
- […] = 15,00 Euro (beide im Paket: 25 Euro)
- […] = 10,00 Euro
- […] = 15,00 Euro
- […]”
Quelle:
consultdomain.de/forum/showthread.php?t=14337
Wohlgemerkt ist der Grund dieses Postings in CD die KAPITALBESCHAFFUNG für ein neues PROJEKT. Ich frage mich bei solchen Postings “meint der das wirklich ernst ?” Einzelne, teils zeit- und nervenaufreibende Domainverkäufe die pro Domain eben z.B. 10 Euro bringen sollen einen Kapitalstock für ein neues Projekt ergeben ?
” Verkaufe folgende Domains, und über 500 weitere mit Headern, Logos, Bannern ab 10,- hier: ….”
Quelle:
consultdomain.de/forum/showthread.php?t=14054
… und es gibt dort einige Domains MIT Headern oder anderen Grafiken (Logos) für 10 ,15 oder 20 Euro.
Das macht die Posterin so schon seit Monaten oder Jahren.
Und dann noch die beinahe schon legendären regelmäßigen Verkaufsthreads von Strunzi
”
10€ /25€ Schnäppchen
10€
smsvote.info
partnerschaftstest.info
deich.info
spielwarenshop.info
pornbabes.info
bergrettung.info
golfplace.info
flirtcity.info
freizeitshop.info
webengineer.info
sms-flirtline.info
[…]
” Quelle:
consultdomain.de/forum/showthread.php?t=13838
Wie jeder sein Geld / Taschengeld (?) / tägliches Brot verdient sei ja jedem selbst überlassen, und auch wenige Euros müssen erst einmal verdient sein. Aber sind die Verkäufe nicht auch ein Schutz vor dem Eingeständnis dass eine eventuell jahrelang aufgebaute Domainsammlung eigentlich überflüssig war und schnellstens gelöscht werden sollte ? Stehen Aufwand und Ertrag in irgendeinem Verhältnis bei diesen Verkäufen ? Ist es reine Beschäftigungstherapie ?
Und: Was könnten diese Domainregger tatsächlich produktives und kreatives erstellen, wie etwa Seiteninhalte die es wert sind von Besuchern auch gelesen zu werden (statt reinen Parkingseiten), oder sogar ganze Projekte ?
Vielleicht spricht dem der gewisse Lottospielertraum dagegen, dem man vielen Domainreggern andichten kann, zumindest dem Grundgedanken “Geld verdienen ohne Arbeit”. Gut, der Domainverkauf wirkt einfacher, anspruchsloser und somit “schneller verdient”, aber bietet “tägliches Domainverhökern” irgendwelche Sicherheiten und vielleicht auch irgendwelche, über den Tag des Verkaufs , wirkende Vorteile eines funktionierenden Geschäftsmodells , ergibt sich hier irgend ein Wert der aufgebaut wurde ?
Natürlich kann man sich auch einfach damit beruhigen, dass der Domain-Ramsch-Verkauf einfach nur eine der Gegenwart angepasste Mutation des “Von der Hand in den Mund”-Lebens ist…
